Montag, 16. März 2015

Kann es sein,...

... dass gerade im Kino ein Action-Film zu sehen ist, für den niemand gewonnen werden konnte, und den dann schließlich der alternde Erzkonservative Clint Eastwood gemacht hat?

Kann es sein, dass in diesem Film ein Mensch verherrlicht wird, der als Auftragskiller 160 Menschen getötet hat und dafür auch noch gefeiert wird?

Kann es sein, dass außerdem gefeiert wird, dass man mit Krieg Politik machen kann? Dass gefeiert wird, dass es in dieser Welt noch immer möglich ist zu denken, dass Krieg (inklusive massenhaftem Tod) Probleme löst?

Kann es sein, dass das einzige Problem eines solchen Auftragskillers die räumliche Entfernung zu seiner Familie, ansonsten (Waffen, Krieg, Töten, Untermenschendenken) aber alles okay ist?

Kann es sein, dass immer noch Leute in Kriegsfilme gehen und sich mit dem tötenden Helden identifizieren?

Kein Wunder, dass es MVgida gibt...





Kommentare:

  1. Den Text der Filmankündigung finde ich in Teilen schlicht menschenverachtend!
    Krieg ist keine Hasenjagd!
    Habe den Film selbst nicht gesehen und werde nicht hingehen, man mag das voreingenommen nennen, aber ich erwarte von diesem Film keine differenzierte Auseinandersetzung mit den sozialen Folgen des Krieges, mit seinen Profiteuren, seinen Propagandisten, seinem falschen Pathos, seinen nicht einlösbaren Versprechen. Vieles davon könnte ein guter Spielfilm zumindest andeuten. Dieser wohl kaum.

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  2. Hier ist aus der gleichen gesellschaftlichen Richtung ein noch gefährlicherer, da objektiv realer, Kurzfilm eingebettet. Es gibt auch eine Langfassung; bei Interesse. In jedem Fall aber vorher anschnallen, ersatzweise Faustan/ Diazepam einnehmen!


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  3. Nun ist es ja durchaus so, dass im Greifswalder Kino auch Filme über wirklich mutige Menschen laufen. Wie z.B. eine neue deutsche Verfilmung über den Hitler-Attentäter Georg Elser. Über 50 Jahre lang hat man diesen Mann in Deutschland totgeschwiegen.
    Der neue Film über ihn hat sehr gute Kritiken bekommen. Es wäre wert, ihn anzuschauen.
    Und wann wird er gezeigt?
    Montags, 12.00 Uhr, im CineStar...
    Klar, genau die Zeit, in der man normalerweise so ins Kino geht.

    Danke Cine Star für eine Programmplanung, die hilft, das Schweigen über Georg Elser fortzusetzen!

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    1. Ich antworte mir gleich mal selbst mit folgender Information:

      Auf Anfrage hat CineStar mir eben mitgeteilt, dass der Film am 28. und 29. Juni jeweils 17.15 und 20.15 Uhr im Cine Extra gezeigt wird.
      Ich würde sagen, damit ist unser Kino vorerst rehabilitiert. Weiter so, Cine Star!

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