Montag, 23. Februar 2015

Glanz durch Abwesenheit


Der Artikel von Petra Hase über die Ballett-Premiere von "Anna Karenina" im Greifswalder Theater endet mit dem Satz:

Nur Bürgerschaftsmitglieder, die über die Zukunft des Hauses in Kürze befinden müssen, waren rar vertreten.


Recht hat sie (bis auf wenige Ausnahmen...)!






Kommentare:

  1. Das ist ja ziemlich die dümmste Forderung, die ich je gelesen habe. Sollen sich Kreistagsmitglieder jetzt auch in Kreiskrankenhaus Wolgast einliefern lassen, weil über dessen Zukunft der Kreis ja ebenfalls mitentscheidet oder mit dem Flieger von Heringsdorf abheben?

    Ehrenamtlichen mit solchen Forderungen zukommen, verkennt den enormen Arbeitsaufwand, den viele von ihnen haben bei gleichzeitiger regulärer Erwerbstätigkeit.

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    1. Dann sollte man es lassen, über etwas zu entscheiden, von dem man keine Ahnung hat! Information ist eine Grundvoraussetzung für Entscheidungen. Das ist von Herrn Rose nicht denunzierend gemeint... Und ja, wer über das Krankenhaus abstimmt, sollte auch da vielleicht mal kurz vorbeischauen. Er muss sich ja nicht gleich ins Bein schießen dafür ;-) Am Theater sollte er auch nicht zum Mitspielen verpflichtet sein, sondern zum Mitwissen über Bedingungen und Möglichkeiten eines Theaters wie das des Theaters Vorpommerns.

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    2. Der Autorin des Artikel und Herr Rose ging es doch eben gerade aber nicht um Kenntnisse der Abläufe im Theater, sondern um die Anwesenheit bei einer Premiere. Bei Herrn Rose, mit seinen Allüren gemeinsam mit seiner Frau auf Schicki-Micki-Bällen das Tanzbein zu schwingen und dabei die Alternativen zu mimen, wundert mich dies ja gar nicht.

      Aber die Verkürzung der Autorin war doch stark von wenig Respekt und vor allem von wenig Sachkenntnis kommunalpoltischer Arbeit geprägt. Ich finde, die von Ihnen aufgestellte Forderung geht einfach an der Realität vorbei. Wenn Sie tatsächlich wollen, das Ehrenämtler nicht nur ihre Arbeitsunterlagen durcharbeiten, Gespräche mit dem Personal führen, sich von ihren Aufsichtratsmitgliedern informieren lassen, sondern zeitgleich auch noch Ausflüge zu Theaterpremieren macht, dann sollten Sie grundsätzlich das Ehrenamt in der Kommunalpolitik in Frage stellen.

      Ich frage mal so doof: Haben sie ein Mandat in einer Kommunalvertretung, einen Vollzeitjob und vielleich dummerweise noch Familie und Freunde? Vielleicht schauen Sie sich mal die Tagesordnung einer Sitzung an, bedenken, dass es noch Ausschusssitzungen gibt. Ich rate Ihnen, schauen Sie doch mal im Kreistag oder in einer Stadtvertretung vorbei und reden mit denen, die sich so gut es geht auf die Sitzungen vorbereiten.
      Wäre ich Parlamentarier, würde ich mich schon ohne Ihre Forderung dauerhaft überfordert fühlen.

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  2. Es ging meinerseits auch nicht darum festzustellen, ob jemand damit überfordert ist, ABER: wenn ich überfordert bin, sollte ich den Job sein lassen. Sicher ist das nicht die Schuld des Einzelnen, sondern die Verantwortung der Politik und eine strukturelle Frage - da gebe ich Ihnen vollkommen recht. Trotzdem liegt doch die Verantwortung des Politikers darin, wenn er sich diese denn anmaßt, sie auch erfüllen zu können. Und das geht eben nur über Information.

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    1. Nehmen Sie es mir nicht übel, aber ich finde diese ständige Bashing von Menschen, die sich zumindest zum großen Teil den Arsch aufreißen, unanständig.

      Und ich denke, wenn Sie in sich gehen, werden Sie auch feststellen, dass ein Premierenbesuch wenig mit der Information über die Theaterlandschaft zu tun.

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  3. Es handelt sich hierbei ja keineswegs um Bashing, also öffentliche Beschimpfung, sondern das Schöne an obigem Zitat ist ja, dass es einfach nur eine Tatsache widergibt...
    Wir sind uns da wohl grundsätzlich uneinig, das ist auch in Ordnung, aber als bashing möchte ich das in keinster Weise verstanden wissen, denn es ist nicht persönlich. Und wenn Sie einmal in Versammlungen der Entscheidungskremien anwesend waren, kennen Sie den Satz: "Ich war zwar noch nie im Theater, aber..." Das kann man doch nicht gut heißen, wenn dort über die Zukunft von über 300 Beschäftigten entschieden wird.

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