Samstag, 27. Dezember 2014

Positive Nachrichten: Greifswald ist auf einem guten Weg

Das Jahresend-Interview mit OB Dr. König in der heutigen OZ

Ich bin ja seit Langem der Meinung, in der Politik wird zu viel kritisiert. Gerade in der Weihnachtszeit sollten wir innehalten und uns an dem erfreuen, was uns die Stadtoberen bescheren und wie sie die Probleme der Stadt peu à peu in Angriff nehmen. Ich glaube, wir müssen schlicht Vertrauen haben und weniger meckern. Das Interview lässt doch unzweifelhaft erkennen, wie und mit welchen konkreten Mitteln auch die letzten Probleme Greifswalds angegangen werden sollen. Wer´s nicht glauben mag, hier ein paar Kostproben (Zitate der Fragen und Antworten kursiv):

OZ: Das Kita-Problem war Dauerthema. [...] Glauben Sie, dass es mit dem jetzt beschlossenen Eigenbetrieb trotzdem gelingen kann, die Probleme zu lösen?
König: Das muss jetzt einfach gelingen, wir müssen unsere Kitas wettbewerbsfähiger und attraktiver machen.

Genau, es muss einfach gelingen. Endlich wissen wir, ob und vor allen Dingen wie mit dem Eigenbetrieb die Kita-Probleme gelöst werden. Schade nur, dass die OZ nicht nachhakt, obwohl die Frage nicht beantwortet wurde.

OZ: Im politischen Raum war wiederholt der Hafen Ladebow ein Streitthema. Im Januar wurde das Gleis in Betrieb genommen. Waren die 870 000 Euro aus Sicht der Stadt eine lohnende Investition?
König: Ja, seither fuhren 30 Züge. Das ist nicht viel, aber ich bin optimistisch, dass es mehr werden.

Optimismus ist immer gut, besonders wenn er mit Fakten unterlegt ist. Und dass gut alle zehn Tage ein Zug fährt, ist auch unter Lärmschutzgesichtspunkten zu begrüßen.

OZ: Die Bürgerschaft hat den Weg für das Zentrum für Life Science und Plasmatechnikum geebnet. Ist das mit einem Investitionsvolumen von 30 Millionen Euro nicht eine Nummer zu groß für Greifswald?
König: [...] Wir tun gut daran, hier zu investieren. Außerdem hoffen wir auf Fördermittel, die konkrete Höhe wird noch verhandelt.

Da ist sie, die Hoffnung, die uns allen Mut macht. Und Fördermittel wird es bestimmt geben, warum auch nicht?

OZ: Eine erste gute Nachricht war zu Jahresbeginn die Fertigstellung des Stadthauses. Ein langwieriges und teures Bauprojekt. Läuft dort jetzt alles zufriedenstellend?
König: Anfangs gab es kleine Probleme, etwa mit der EDV. [...] ...als Verwaltung sind wir jetzt enger beieinander, das zahlt sich aus. Auch für die Bürger.

Endlich mal nicht einer dieser Dauernörgler, der nur von der Kostensteigerung beim Umbau redet.

OZ: 2014 hat gezeigt, dass mehr Greifswalder an Mitbestimmung interessiert sind, denken wir zum Beispiel an die Bürgerinitiativen zu den KAW-Hallen und zur Brinke.
König: Ich finde es gut, wenn sich Menschen einbringen. Das macht die Dynamik und Lebensqualität einer Stadt aus. [...] Wir müssen aber aufpassen, dass Themen die bereits beschlossen wurden, nicht zerredet werden.

Das bringt das, was ich eingangs meinte, doch auf den Punkt. Nicht zerreden, sondern Hoffnung haben, glauben und den Eliten vertrauen. Das ganze Interview ist hinter der Bezahlschranke hier zu finden.

Kommentare:

  1. Ja, und dann ist da noch die Sache mit der Demokratie, seit die CDU keine sichere Mehrheit mehr hat: "Mehr Gruppen in der Bürgerschaft machen die Arbeit der Verwaltung außerdem nicht gerade leichter. Nehmen wir allein den Haushalt. Der Kämmerer muss mit mehr Gruppen in Kontakt treten, Fragen klären. Kompromisse zu finden, ist schwieriger geworden.

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