Montag, 30. Juni 2014

Pfandringe: Armsein leicht gemacht

Vielerorts werden sogenannte Pfandringe installiert bzw. Beschlüsse zur Anbringung derselben gefasst. Ob das auch in Greifswald der Fall ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Dazu gibt es Facebook-Gruppen, die aktiv die Idee bewerben.
Auch die Grünen schreiben sich die Idee auf die Fahnen, wie ich dem Facebook-Auftritt der Grünen Hamburg entnehmen durfte.
Ich finde die Pfandringe bzw. das Bewerben in vielerlei Hinsicht schwierig. Erstens sind sie, wie auch die Tafeln und Sozialkaufhäuser, systemstabilisierend. Mehr als merkwürdig ist es aber, dass gerade eine Partei, die mitverantwortlich für die Agenda 2010 und damit für das jetzige Sozialsystem ist, jetzt den leicht gemachten Ausweg aus der Armut mittels Pfandsuchen propagiert. Ein Wort zu den Ursachen, warum Leute auf das Flaschensammeln angewiesen sind, finde ich nicht.
Und zweitens geht so das Einsammeln auch schneller, dann sieht man die Armen nicht mehr so lange.

Wie schön, erbaulich und geradewegs glücksbringend das Pfandsammeln mit Pfandringen sein kann, sehen wir hier (Screenshot des Facebook-Auftritts der Grünen Hamburg am 30.06.14):

Kommentare:

  1. Manfred Peters1. Juli 2014 um 00:09

    " Mit anderen Worten: Flaschensammeln ist überflüssig."
    Sagt ein Beamter aus Hamburg.
    http://www.zeit.de/hamburg/2014-05/hamburg-muelleimer-flaschenpfand-hightech
    In den Hightech-Mülleimern werden die Pfandflaschen offensichtlich zerstört. Ob das nach Deutschen Recht zulässig ist,...?

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  2. Da ist doch nichts schlechtes bei :) Gute Sache

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