Dienstag, 17. Juni 2014

Die ich rief, die Geister, ...

Montagsdemo 2.0 in Greifswald

Die als Montagsdemos 2.0 oder Wahn machen Mahnwachen bekannten Versammlungen sind seit geraumer Zeit auch in Greifswald angekommen. Der Fleischervorstadtblogger berichtete im Vorfeld der Versammlung, bei uns gab es einen kurzen Eindruck über die erste Montagsversammlung, wie sie sich selbst bezeichnet.
Damit könnte es gut sein, zumal zu den beiden letzten Versammlungen deutlich weniger Personen anwesend waren als zu Beginn im Mai. Die Frage allerdings, warum es die Marke "Montagsdemo" sein muss, um über die Themen zu diskutieren, die die Versammelten antreiben, bleibt unbeantwortet.
Die Verwendung dieser Marke legt zumindest den Eindruck nahe, dass die Nähe zu dubiosen Gestalten wie Mährholz, Jebsen, Elsässer oder zum Verschwörungstheoretiker Andreas Popp wenn nicht gesucht so doch geduldet wird. Den Fleischervorstadtblogger veranlasste das zu der Frage, ob sich Susanne Wiest, die sich seit Jahren für ein bedingungsloses Grundeinkommen engagiert und für direkte Demokratie einsetzt, für dieses hehre Ziel bei der Montagsdemo in guter Gesellschaft befindet. Andererseits haben sich die in Greifswald Versammelten oder besser die InitiatorInnen in ihrem Aufruf - wir könnten es wohlwollend rauslesen - von den zuvor genannten Protagonisten distanziert:
"Kein Führer, keine Parolen, kein Gejohle, kein hohles Parteiphrasengequatsche, keine Versprechungen — dafür gemeinsames Überlegen, Denken, Reden und Zuhören."

Spätestens mit der Ankündigung, am 30.06.2014 Bernd Senf in Greifswald sprechen zu lassen, ist für mich Schluss mit lustig. Bernd Senf, geboren 1944, lehrte von 1973 bis März 2009 als Professor für Volkswirtschaftslehre an der Fachhochschule für Wirtschaft (FHW) Berlin. Seit April 2009 ist er nur noch frei schaffend tätig, heißt es auf seiner Homepage.
Senf soll über "Geld regiert die Welt - Die Entschleierung der Geldherrschaft" sprechen. In der Ankündigung heißt es:
"Seine lebendige, anschauliche und allgemein verständliche Art der Vermittlung komplexer Zusammenhänge hat vielen Menschen den Zugang zu einem tieferen Verständnis des Finanzsystems erleichtert und zu eigenen weiterführenden Studien angeregt."

Doch wie sieht es jetzt mit der möglichen Abgrenzung unserer DemonstrantInnen zu Jebsen, Elsässer, Mährholz und anderen aus? Wenn ich mir Bernd Senfs Homepage anschaue, sehe ich das "Who is Who" der VerschwörungstheoretikerInnen, aber auch noch viel mehr. Senf bespricht Licht und Schatten der LaRouche-Bewegung und sieht damit auch positive Seiten bei dieser Politsekte. Diese befürwortet Atomkraftwerke und bemerkt eine „gefährliche Ideologie der Ökologiebewegung“. Antisemitismus liegt zumindest der Vorsitzenden nicht fern, die im Übrigen in bester Nazi-Tradition vom "Europa der Vaterländer" spricht.
Weitere Verlinkungen auf Senfs Internetseite zu "Chemtrails", zu Jebsen, Elsässer und Mährholz sowie zum Kopp-Verlag lassen, um es vorsichtig auszudrücken, ein schräges Weltbild erkennen. Aber es geht sogar noch schlimmer (Screenshot der Homepage):
Eva Herman, Autorin des dubiosen Kopp-Verlages, die das Ende der NS-Zeit so meinte kommentieren zu müssen: "Aber es ist damals eben auch das, was gut war, und das sind Werte, das sind Kinder, das sind Mütter, das sind Familien, das ist Zusammenhalt – das wurde abgeschafft."
Gerd Wisnewski, Christoph Hörstel, 9/11 oder die Seite alles-schallundrauch.blogspot.de fehlen selbstverständlich auch nicht. Und natürlich dies:
Jede/r, die oder der die Versammlungen besucht, muss wissen, dass sie/er sich in die Nähe solch rechtspopulistischen Unsinns begibt, auch wenn sie/er das nicht teilt.
Warum wir, ganz im Sinne aller Vorgenannten, die Unterscheidung in rechts und links überwinden müssen, konnte mir auch noch niemand beantworten. Mein Nichtbegreifen wird gerne mit dem Hinweis abgetan, ich wäre halt noch nicht so weit.
Zum Schluss eine Erklärung von Robert Gabel: "Die Montagsdemos bestehen aus Leuten, die Youtubevideos geschaut haben und ganz erschrocken sind, dass die Welt doch nicht so ist, wie sie dachten; da kriegen sie dann plötzlich Verschwörungstheorien zu sehen, an die sie vorher nicht im Traum nicht gedacht hatten. Und dann tun sich all diese Leute zusammen, um dagegen zu demonstrieren, dass sie die Welt nicht mehr verstehen."

Kommentare:

  1. Etwas zum Thema Verschwörungstheorien:

    Verschwörungen gehören schon immer zu den normalsten Angelegenheiten im menschlichen Miteinander oder Gegeneinander. Wenn sich z. B. zwei 15 jährige ohne das Wissen der Eltern nachts am See oder sonstwo verabreden und das Haus durchs Fenster verlassen. ist das eine Verschwörung und sobald die Eltern irgendeinen Verdacht schöpfen und darüber Überlegungen anstellen, ist das eine Verschwörungstheorie.

    Dasselbe trifft zu, wenn ein Ehemann ohne Wissen der Ehefrau ein sogenanntes Verhältnis mit einer anderen Frau hat.

    Grundsätzlich ist es eine Verschwörung, wenn zwei oder mehr Menschen (oder Organisationen) sich im Geheimen zum eigenen Vorteil oder zum Nachteil anderer absprechen. So einfach ist das.

    Im Bereich der Wirtschafft sind dies z. B. illegale Preisabsprachen und dagegen gibt es sogar eine Behörde, die zur Aufgabe diesbezüglichen Verschwörungstheorien nachzugehen, die Verschwörung aufzudecken und gegebenenfalls zu bestrafen, nämlich das Bundeskartellamt.

    Ein unschönes Beispiel einer Verschwörung in der Vergangenheit der BRD ist z. B. der Conterganfall, nämlich, als der Verteidiger des Conterganherstellers plötzlich zum Justizminister von NRW ernannt wurde und somit auf einmal der Vorgesetzte der Staatsanwälte war, die bis dahin gegen den Hersteller ermittelten. Der weitere Verlauf dieser Angelegenheit dürfte bekannt sein.

    Es gibt noch unzählige Beispiele von Verschwörungen auch auf internationaler Ebene.

    Insofern ist es ziemlich flach den Begriff Verschwörungstheoretiker als "Totschlagargument" zu benutzen. Das zeugt lediglich von einem unreflektierten und eingeschränkten Weltbild, das die Realität ausblendet, weil sie zu hart ist um da reinzupassen.

    Ähnlich ist es mit dem Begriff Macht. Auch Macht ist etwas völlig Normales, das grundsätzlich immer entsteht, wenn Menschen miteinander in Beziehung treten. Macht entsteht durch Abhängigkeiten der Menschen untereinander. Das Problem ist nicht die Macht selbst, sondern der Machtmisbrauch, der aber leider viel zu sehr verbreitet ist (statt Machtverzicht) und daher gerne benutzt wird um sich gegen andere, meistens die eher abhängige Bevölkerungsschicht zu verschwören.

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  2. Du argumentierst wie Jutta von Dittfurt. Welche Logik? Ich hab einen Freund mit komischen Ansichten, also muß ich auch komisch sein? Weil einer deiner Freunde rechts gerichtet ist bist du auch rechts? Alternativ zu sein bedeutet meineserachtens auch tolerant zu sein. Tolerant anders Denkenden gegenüber. Warum verurteilst du Menschen die Alternativen zum bestehenden System suchen? Du weißt genau dass unser System so nicht weiter existieren kann. So wie es läuft, wird alles aus Profitgier und Ego in Grund und Boden gewirtschaftet. Du weißt genau dass wir in der Welt einen Paradigmenwechsel dringend benötigen. Du traust dich nur nicht weiter zu denken. Visionäre verändern die Welt. Wir suchen Alternativen zum bestehenden. Wir behaupten nicht die Wahrheit oder die Antwort zu kennen. Was machst du um unsere Welt zu erhalten? Lass mal deine Vernunft ruhen. Frag lieber mal dein Herz was es denkt. Du wärst erstaunt was es Dir zu berichten hat. Was kannst du ändern? "Sei die Veränderung die du von der Welt erwartest." Wie sieht für Dich die idealisierte wahre Demokratie aus? In Liebe Jens

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  3. "Politik statt Poller" - wär ja schön, wenn es hier so wäre. Leider ist es aber umgekehrt und der AL-Poller steht, lasch gestützt mit TAZ-Artikel (gähn), gefrustet einsam in der Gegend rum. Warum so viele Altlinke meinen ein "Urheberrecht" auf Gesellschaftsveränderungsimpulse zu haben? Weil sie irgendwann mal stehen geblieben sind, nach dem Motto: Wer hats erfunden? Hey, es will euch niemand etwas wegnehmen! Alle sind stolz auf die Leistungen der Grünen, okay so bis '98 und auch das viele in der SPD sich damals mit Oskar verabschiedeten: Hut ab! Doch jetzt kommt mal mit auf die Reise, sozusagen von den Wurzeln über den Stengel in die Blüte und zerhackt nicht irgendwelche websites, auf der Suche nach Indizien für "Gedankengut". Ich hab mir diesbezüglich mal eben Bernd Senfs Linkliste angeschaut und noch wesentlich mehr Einträge gefunden, als die hier genannten und siehe da: Super Sachen! (Also beim nächsten maldie ganze Wahrheit zeigen!) Ich finde es besser auf der Suche zu sein und derzeit vieles in Frage zu stellen, als ewig gestrig, ob Links oder Rechts auf meine Wurzeln zu pochen, wie Opa auf den Schaukelstuhl. Und ich finde es gut, dass es Montags einen Termin gibt der MitbürgerInnen anbietet in der Öffentlichkeit ihren Unmut kund zu tun (und da gibt es verdammt viel zu sagen) und sich über Möglichkeiten, die ich zB in der TransitionTown-Bewegung und der Arbeit des Omnibus für Direkte Demokratie sehe zu informieren. Wenn jetzt manche meinen mal einen Externen wie Bernd Senf zu hören, ist das doch okay. Ich zB. wäre gegen A.Popp und Co gewesen, da sich diese Leute ebenso affig produzieren, wie manche Rechte und Linke... äh... Redner.
    Übrigens, die Nazikeule ist langsam echt ein abgedroschener Hut, der spätestens bei der Zinskritik aus dem ollen Hut gezogen wird.
    Bernd Senf hat sich mal unter diesem Link dazu geäussert:

    http://www.berndsenf.de/pdf/Denunzieren%20statt%20Argumentieren%20-%20Die%20irrationale%20Abwehr%20der%20Zinskritik.pdf

    Selbst mich wollte man schon in die Braune Ecke stellen. Warum?
    Weil ich sagte, dass ich nicht mehr Links sei!
    :-D :-D Lustig oder? Nicht Links = Rechts.
    Wie besoffen torkeln solche Ansichtler eigentlich durch die Welt?
    Also mal ganz klar: Es gibt auch Geradeaus! Und auf diesen Weg machen sich jetzt immer mehr.
    Nach dem Motto:
    Rechts - liegen lassen,
    Links - überholen,
    Geradeaus - Ankommen!
    Lieben Gruss,
    Karsten Behr
    http://transition-karsten.jimdo.com/

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  4. Zu den bisherigen Kommentaren: Ich habe weder die Nazi-Keule geschwungen noch irgendetwas verschwiegen. Ich habe lediglich den Sprachgebrauch (Europa der Vaterländer) der Vorsitzenden der LaRouche-Bewegung kritisiert. Zudem habe ich auf Senfs Homepage verlinkt, so dass sich jede/r selbst ein Bild machen kann. Und natürlich habe ich kritisiert, welche Verlinkungen u.a. bei Senf zu finden sind.
    Zwei Fragen bleiben immer noch unbeantwortet: Warum unter dem Label "Montagsdemo" wichtige Themen behandelt werden, da so zumindest die Nähe zu Mährholz, Jebsen und Popp geduldet wird? Und warum muss rechts und links überwunden werden? Zumindest nach rechts und zu rechtem Gedankengut bedarf es einer klaren Abgrenzung. Mit rechtspopulisten und nationalistischen Überzeugungen habe ich nichts zu tun. Oder bin ich noch nicht so weit? Und Toleranz gegenüber der Intoleranz?

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  5. Lieber Herr Kochhan, was ist eigentlich so schlimm an Jebsen und Popp? können Sie mal Beispiele nennen oder Zitate, die mir da weiterhelfen, das zu verstehen.
    Ich fand die bisher gut, bin aber vielleicht nicht wirklich informiert und Sie können mir da helfen.
    Vielen Dank im Voraus.

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  6. Nochwas Herr Kochhan, folgendes habe ich beim Durchforsten der von Ihnen kritisierten Webseite von Bernd Senf gefunden.:

    " Wir haben die einzelnen Websites nicht gesamthaft durchgelesen und lehnen jede Mitverantwortung für die jeweiligen Inhalte ab."
    Als Jurist müßte Ihnen der Sinn doch klar sein und da sollten Sie Herrn Senf nicht in Verantwortung nehmen.

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  7. "Erstmal Danke Gregor, für dein statement und somit auch FÜR eine konstruktive Weiterführung des Dialogs hier. Mir persönlich ist es eine Herzensangelegenheit gerade die Menschen, die sich (noch) dem 'linken Spektrum' zugehörig fühlen, aber gleichzeitig ja auch entweder fassungslos, wütend oder bedröppelt (oder meistens alles zusammen), den auf uns einprasselnden Ereignissen gegenüber stehen, bzw. von ihnen überschüttet werden - diese Leute, ETWAS aus ihren, leider oft dogmatischen Denkstrukturen ZU "RÜTTELN".
    Vielleicht, weil ich "so weit" bin, wie Du bezüglich möglicher Zustände geäussert hast.
    Ich weiss es offengestanden nicht.
    Ich bin einfach - und sozialisiert in der Umwelt.-u. Friedensbewegung der 70er.
    Ich bin heute 45. Davon 40 Jahre BEWUSST 'im Krieg' gegen Umweltzerstörung. Ich bin 'Opfer' westlicher Kriegspolitik und globaler Finanzpolitik.Ich kannte schon im Kindergarten die Begriffe Pershing und SS20, wusste vom sauren Regen, aber auch, dass das weiche Wasser den Stein bricht. Mit 39 beschloss ich aus meiner persönlichen DAGEGEN-Haltung, inkl. der mässigen Erfolge (hier mal ein paar Kröten gerettet, dort mal RWE geärgert, etc.), auszutreten, ohne die Arbeit zu schmälern und in "das Gegenteil des Dagegenseins" - in die 'DAFÜRS' kommen zu wollen..."

    Leider lässt die Kommentarfunktion hier nur 4000 Zeichen zu. Daher gibt es meine ganze Antwort weiter auf meinem blog zu lesen:

    http://transition-karsten.jimdo.com/2014/06/25/zur-kritik-der-linken-zu-den-montagsmahnwachen/

    Danke und Gruss,
    Karsten Behr

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  8. Hallo Herr Kochhan,
    ich würde wirklich gerne wissen, was an Jebsen und Popp so schlimm ist, dass man sich von denen distanzieren muss. Bitte nennen Sie Beispiele, sonst machen Sie sich doch unglaubwürdig. Bitte überzeugen Sie mich.

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    1. Meine erste Frage dazu wäre: Was ist an Jebsen und Popp wiederum so gut, dass man sich ausgerechnet mit ihnen verbinden und verbünden wollte? ... Aber ich befürchte, dass weder deine / Ihre noch meine Frage sich sinnvoll elektronisch diskutieren lassen. Ich bin zwar wahrlich nicht Gregor Kochhan und insofern nicht deine / Ihre gewünschte Gesprächspartnerin, aber hier geht es ja um sachliche Anliegen, und aus zahlreichen Gesprächen mit ihm weiß ich, dass seine und meine Ansichten in dieser Frage sich nicht wesentlich unterscheiden. Ich persönlich habe am Sonntag bestimmt irgendwann Zeit. Wie wäre es mit einem persönlichen Gespräch bei Kaffee? (Dann wüsste ich auch, ob wir uns duzen oder siezen...)
      Beste Grüße,
      Anne Wolf

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    2. Hallo Frau Wolf, wenn Herr Kochhan nicht (mehr) mag, rede ich auch gerne mit Ihnen. Bin heute morgen aus der Nachtschicht gekommen und habe erst gerade Ihren Beitrag gelesen.
      Um Ihre Frage zu beantworten, auch wenn meine weiter unbeantwortet im Raum steht: Ich habe das Gefühl, dass Jebsen und Popp in vielen Dingen einfach die Wahrheit sagen und Zusammenhänge aussprechen, die mir oder uns von den Medien wie ARD oder ZDF verschwiegen werden oder die diese falsch darstellen.
      Dass Jebson oder Popp rechts sind, ist mir bisher in keinem Beitrag der beiden auch nur annähernd aufgefallen.
      Das soll nicht heißen, dass ich in allem den beiden voll und ganz zustimme, aber abweichende Meinungen sind für mich Diskussionsgrundlage. So sehe ich das auch in unserem Fall. Deshalb bin ich natürlich bereit nach Greifswald zu fahren und mich mit Ihnen zu treffen. Wenn Sie heute abend noch Zeit haben, ist mir das recht. Ich brauche ca. 45 Minuten bis HGW.

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    3. Je länger ich darüber nachdenke, komme ich zu dem Schluss, dass es eigentlich nichts bringen wird, wenn wir uns zu einem persönlichen Austausch treffen. Das wäre doch für Sie, wie für mich vertane Zeit.

      Mit würde es auch wirklich reichen, wenn Herr Kochhan oder Sie einfach mal ein Beispiel oder Zitat vorlegen, was mich davon überzeugen könnte, mich von Jebsen oder Popp zu distanzieren. Allerdings möchte ich ehrlich sagen, dass ich bezweifele, dass Sie oder Herr Kochhan sich wirklich mit den beiden beschäftigt haben und hier nur in das Horn von Frau von Dittfurt blasen.Sollte mein Eindruck falsch sein, entschuldigen Sie diesen bitte und bringen Sie tragfähige Argumente, die Ihre Sichtweise untermauern und mich vom Gegenteil überzeugen können.

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    4. Geschätzter, weiterhin anonymer Nicht-Gesprächspartner:

      Ich schlug ein persönliches Gespräch eben deshalb vor, weil sich ein fundierter Austausch über Informationen und Meinungen auf diesem elektronischen Wege nicht (oder doch nur eingeschränkt, unter viel Zeitaufwand und auf die Gefahr hin, einander misszuverstehen und das nicht schnell korrigieren zu können) führen lässt. Ob ein Treffen vertane Zeit wäre, könnte nur ein Treffen zeigen.

      Worauf gründen Sie Ihre Annahme, ich hätte mich mit Popp und Jebsen (sowie, weiterführend) Elsässer, Mährholz, Senf und den Montagsmahnwachen hier vor Ort sowie allgemein nur oberflächlich beschäftigt? Tatsächlich habe ich viele Stunden damit verbracht, die Beiträge der genannten Menschen (und vieles mehr) zu lesen, zu sehen und zu hören und bin mit einzelnen Teilnehmern der hiesigen Montagsversammlung bezüglich dieses Themenkomplexes und der von den öfter und prominent auftretenden Sprechern gewählten Inhalte und Formen auch persönlich in Kontakt getreten. Dass auch Jutta von Ditfurth Kritik geäußert hat, habe ich als von Seiten der Montagsdemonstranten vielzitierte Tatsache wahrgenommen, mich damit jedoch nicht inhaltlich beschäftigt; ich kenne ihre Aussagen zum Thema nicht.

      Aus meiner Sicht könnte ich durchaus tragfähige Argumente bieten, die nahelegen, Herrn Popp und Herrn Jebsen (und anderen) sehr kritisch zuzuhören. Ob diese Sie von irgend etwas überzeugen könnten, vermag ich nicht zu beurteilen. Das Gesprächsangebot steht.

      Mit den besten Grüßen,
      Anne Wolf

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  9. Hallo zusammen!
    Ich mache es kurz:
    1. "Anonym" zu posten finde ich persönlich nicht so gut. Es untergräbt etwas die eigene AussageKRAFT. Aber vielleicht gibt es auch Gründe, die mir dafür unbekannt sind.
    2. Wir reden hier über Personen, die wir wohl persönlich nicht kennen. Allerdings habe ich 1994 mich einmal mit Jutta Ditfurth in FFM unterhalten. Da war sie ganz nett. Ihre heutige Haltung erkläre ich mir so, dass es ihr, wie vielen guten Linken wirklich schwer fällt, den sogenannten "inneren Wandel" zu vollziehen, wie ich ihn bereits in meinem ausführlichen poste erklärt habe:

    http://transition-karsten.jimdo.com/2014/06/25/zur-kritik-der-linken-zu-den-montagsmahnwachen/

    3. Popp, Elsässer sind auch mir persönlich, aufgrund der angesehenen Videos/posts "nicht recht" ;-) Ich mag nicht ihre Art, sie ist mir zu (Berufs-)politik-geschäftlich.
    4. Jebsen ist für mich auf irgendeinem Weg. Das ist für mich okay und seine Interviewarbeit, in der er ja der Interviewer also Frager ist, sind in Bezug auf Interviewpartner und deren Aussagen SPITZE. Die mir wichtigsten sind unter anderen hier zu finden:

    http://transition-karsten.jimdo.com/videos/

    5. Ein Gespräch MIT ALLEN begrüsse ich sehr.


    Mit frohem Gruss und richtig Lust auf die Veranstaltung heute (Montag 30.6.) um 18 Uhr auf dem Marktplatz, wo man einfach mal ZUHÖREN kann, man muss ja nicht immer was sagen, freue ich mich sehr! Auch dazu sind natürlich ALLE hier, ob mit oder ohne Aluhut, rechts.-oder linksdrehende Yoghurte, Besser-oder sogar Alleswisser eingeladen. Voraussetzung ist wie immer: Keine Gewalt, Höflichkeit, Bereitschaft für Begegnung und Horizonterweiterung, Toleranz, usw.usw.
    Bis gleich,
    Karsten

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  10. Ich finde man kann es auch schriftlich begründen, warum man sich von Jebsen und Popp distanzieren sollte. Information bleibt Information, ob gesprochen oder geschrieben.

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  11. "Information bleibt Information, ob gesprochen oder geschrieben."

    Das was Anonym da geschrieben hat stimmt meines Erachtens nicht.
    Ich denke, dass es durchaus etwas anderes ist, wenn irgendwelche Argument unter vier Augen geäußert werden oder wenn sie "schwarz auf weiß" im Netz zu lesen sind.

    Ersteres kann abgestritten oder als falsch verstanden hingestellt werden.
    Letzteres ist, wenn es einmal geschrieben und veröffentlicht ist, da.und für alle Interessierten lesbar. Und es könnte, je nach Inhalt sogar noch gegen den Schreiber verwendet werden.
    Das ist in meinen Augen schon ein beträchtlicher Unterschied.

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  12. Hallo Herr Kochhan,
    im Gegensatz zu Ihnen hat die Ostseezeitung völlig vorurteilsfrei über den Vortrag von Prof. Bernd Senf zum Geldsystem berichtet.
    So würde ich mir das auch von einer politischen Gruppierung wie der Alternativen Liste wünschen. Aber für Sie ist schon bei der Ankündigung des Vortrages von Bernd Senf "Schluss mit lustig". Und dann versuchen Sie den Redner an Hand der Links auf seiner Webseite zu denunzieren, ohne mit Fakten zu argumentieren.
    Ich empfehle für die Zukunft: Argumentieren statt Denunzieren!

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  13. Ich weiß nicht, ob die OZ überhaupt dabei war. Der Vortrag von Senf lässt sich aber so zusammenfassen:

    1. Stunde: Klarstellung, dass Senf kein Antisemit ist und alle ihn falsch verstehen
    2. Stunde: Sozialkunde über Geld (Dollar hat zu viel Macht und alle sind verschuldet)
    3. Stunde: Ausweitung auf allgemeine Politik (warum alle Kriege von den USA ausgehen)

    Wer sich noch nie mit VWL befasst hat, mag das ja anregend gefunden haben. Aber ansonsten....

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